Zuletzt aktualisiert: 24.06.2026

Richtlinie zu DSGVO, Sicherheit und Schutz von Kundendaten

Diese Richtlinie sollte zusammen mit Perkstars Datenschutzhinweis, Nutzungsbedingungen, Auftragsverarbeitungsvertrag und Informationen zu Unterauftragsverarbeitern gelesen werden.

Zusammenfassung in klarer Sprache

Treuesoftware verarbeitet echte Kundendaten.

Wenn ein Kunde einem Treueprogramm beitritt, erhebt ein Unternehmen häufig Informationen wie Namen, Adressen für elektronische Post, Telefonnummern, Geburtsdaten, Besuchshistorie, Kaufaktivität, Prämienguthaben, Wallet-Pass-Aktivität, Werbepräferenzen und Einwilligungsnachweise.

Die Wahl eines Treueanbieters ist daher nicht nur eine Produktentscheidung.

Sie ist eine Datenschutzentscheidung.

Unternehmen sollten außerdem verstehen, ob ihr Anbieter die Software tatsächlich besitzt und kontrolliert oder ob Kundendaten über eine verborgene Plattform unter fremder Marke oder eine Kette dritter Auftragsverarbeiter weitergeleitet werden.

Perkstar wurde entwickelt, damit Unternehmen Treueprogramme ordnungsgemäß betreiben können: mit DSGVO-Konformität, Sicherheit, Kundeneinwilligung, Datenrechten, Zugriffskontrollen für Mitarbeitende, Prüfprotokollen und Verantwortlichkeit als festen Bestandteilen der Plattform.

Jeder Anbieter kann behaupten, DSGVO-konform zu sein.

Die eigentliche Frage ist, ob er es nachweisen kann.

Perkstar ist darauf ausgelegt, Unternehmen die Werkzeuge, Kontrollen und Betriebsnachweise zu geben, die sie für einen verantwortungsvollen Umgang mit Kundendaten brauchen.

1. Zweck

Diese Richtlinie erklärt, wie Perkstar Kundendaten schützt und DSGVO-konforme Treueprozesse unterstützt.

Perkstar stellt Unternehmen Werkzeuge zum Erstellen und Verwalten digitaler Treuekarten, Wallet-Pässe, Prämien, Kundenkommunikation und Abläufe für Kundendaten bereit.

Da Treueprogramme die Erhebung und Verarbeitung personenbezogener Daten umfassen, ist Perkstar mit DSGVO-Konformität, Datenschutz, Einwilligungsverwaltung, Sicherheit und Verantwortlichkeit im Kern der Plattform aufgebaut.

Diese Richtlinie erklärt, wie Perkstar Kundendaten verarbeitet und wie die Verantwortlichkeiten zwischen Perkstar und den Unternehmen, die die Plattform nutzen, aufgeteilt sind.

2. Geltungsbereich

Diese Richtlinie gilt für personenbezogene Daten, die über die Perkstar-Plattform verarbeitet werden, einschließlich Daten von Kunden, die Treueprogrammen beitreten, die Unternehmen mit Perkstar erstellen.

Dazu gehören Daten, die erhoben werden über:

  • Anmeldeformulare für Treuekarten

  • Apple Wallet- und Google Wallet-Pässe

  • Prämien- und Treueaktivität

  • Kundenprofile

  • Kommunikationspräferenzen

  • Einwilligungsnachweise

  • Abläufe für Anfragen zu Kundendaten

  • Werkzeuge zur Plattformverwaltung

  • aktivierte Integrationen

  • Kundenimporte

  • Berichts- und Analysewerkzeuge

Diese Richtlinie ersetzt nicht die eigene Datenschutzerklärung, interne Datenschutzrichtlinien oder rechtliche Pflichten eines Unternehmens nach geltendem Datenschutzrecht.

3. Rollen als Verantwortlicher und Auftragsverarbeiter

Bei den meisten Treueprogrammen ist das Unternehmen, das Perkstar nutzt, der Verantwortliche.

Das bedeutet, dass das Unternehmen entscheidet, warum personenbezogene Daten erhoben werden, welche Daten erhoben werden, wie sie genutzt werden, welche Rechtsgrundlage gilt und wie lange die Daten aufbewahrt werden.

Perkstar handelt als Auftragsverarbeiter.

Das bedeutet, dass Perkstar personenbezogene Daten im Auftrag des Unternehmens verarbeitet, um die Treueplattform und zugehörige Dienste bereitzustellen.

Perkstar verarbeitet Kundendaten, um:

  • digitale Treuekarten zu erstellen und zu verwalten

  • Wallet-Pässe zu betreiben

  • Treueaktivität zu erfassen

  • Prämienguthaben zu verwalten

  • Kundenkommunikation zu unterstützen

  • Einwilligungs- und Präferenznachweise zu pflegen

  • Abläufe für Rechte an Kundendaten zu unterstützen

  • Berichte und Analysen bereitzustellen

  • Sicherheits- und Prüfprotokolle zu führen

  • Unterstützung und Plattformverwaltung bereitzustellen

  • vom Unternehmen aktivierte Integrationen zu unterstützen

Unternehmen, die Perkstar nutzen, bleiben dafür verantwortlich, sicherzustellen, dass ihre eigene Nutzung von Kundendaten den geltenden Datenschutzgesetzen entspricht.

4. Nachweise statt Versprechen

Jeder Softwareanbieter kann behaupten, DSGVO-konform zu sein.

Er kann es auf einer Website schreiben.
Er kann es in eine Vertriebsnachricht per elektronischer Post schreiben.
Er kann es in ein Angebot aufnehmen.
Er kann es in eine Preistabelle aufnehmen.

Die eigentliche Frage ist, ob er es belegen kann.

Ein Unternehmen sollte sich nicht allein auf eine Verkaufsseite, mündliche Zusicherungen oder eine Zeile in einem Angebot verlassen. Wenn Kundendaten beteiligt sind, sollte der Anbieter zeigen können, wie die Plattform Daten schützt, Einwilligungen dokumentiert, den Zugriff von Mitarbeitenden steuert, Kundenrechte behandelt, Unterauftragsverarbeiter verwaltet und auf Sicherheitsvorfälle reagiert.

Perkstar ist darauf ausgelegt, diese Nachweisebene zu unterstützen.

Perkstar führt praktische Kontrollen und Aufzeichnungen zu:

  • Einwilligungs- und Präferenzverwaltung

  • Abläufen für Rechte an Kundendaten

  • Zugriffskontrollen

  • rollenbasierten Berechtigungen

  • Prüfprotokollen

  • Aktivitätsnachweisen von Mitarbeitenden

  • Aufbewahrung und Anonymisierung

  • Prüfung von Dienstleistern und Unterauftragsverarbeitern

  • Unterstützung zum Auftragsverarbeitungsvertrag

  • Verfahren zur Reaktion auf Datenschutzverletzungen

  • datenschutzorientierter Produktgestaltung

Dies hilft Unternehmen, eine angemessene Sorgfaltsprüfung durchzuführen, bevor sie einer Plattform Kundendaten anvertrauen.

Fragen Sie einen Treueanbieter nicht nur: „Sind Sie DSGVO-konform?“

Fragen Sie:

„Wie können Sie das nachweisen?“

5. Arten verarbeiteter personenbezogener Daten

Welche personenbezogenen Daten über Perkstar verarbeitet werden, hängt davon ab, wie jedes Unternehmen sein Treueprogramm konfiguriert.

Dazu gehören Daten wie:

  • Kundenname

  • Adresse für elektronische Post

  • Telefonnummer

  • Geburtsdatum

  • Kunden-ID

  • Wallet-Pass-Kennungen

  • Aktivität der Treuekarte

  • Punkte, Stempel oder Prämienguthaben

  • Kauf- oder Besuchsaktivität

  • Mitgliedschafts- oder Passstatus

  • Kommunikationspräferenzen

  • Einwilligungsnachweise für Werbung

  • Abmeldenachweise

  • Nachweise zu Anfragen über Kundendaten

  • importierte Kundendaten

  • Betriebs- und Prüfprotokolle

Im Vereinigten Königreich und in der EU werden diese Informationen allgemein als personenbezogene Daten bezeichnet. Einige Unternehmen bezeichnen sie auch als PII, also persönlich identifizierbare Informationen.

Perkstar empfiehlt Unternehmen, nur die Kundendaten zu erheben, die sie für den Betrieb ihres Treueprogramms benötigen.

6. Einwilligung und Kommunikationspräferenzen

Perkstar unterstützt eine klare Verwaltung von Einwilligungen und Kommunikationspräferenzen.

Nicht jede Kundenkommunikation ist gleich.

Einige Mitteilungen sind transaktional oder betrieblich, etwa Aktualisierungen von Wallet-Pässen, Prämienguthaben, Kartenstatus oder dienstbezogene Nachrichten.

Andere Mitteilungen sind werblich, etwa Werbeaktionen, Angebote, Rückgewinnungsnachrichten, SMS-Werbung, Werbung per elektronischer Post oder werbliche Push-Benachrichtigungen.

Perkstar trennt diese Bereiche, damit die Entscheidungen der Kunden respektiert werden.

Perkstar unterstützt getrennte Präferenzen für:

  • Werbung per elektronischer Post

  • SMS-Werbung

  • Push-Werbung

  • transaktionale Wallet-Aktualisierungen

  • Werbung und Analyse-Nachverfolgung

  • allgemeine Präferenzen für Kundenkommunikation

Dass ein Kunde einem Treueprogramm beitritt, bedeutet nicht automatisch, dass er jeder Art von Werbung, Anzeigen oder Nachverfolgung zugestimmt hat.

Unternehmen bleiben dafür verantwortlich, die richtige Rechtsgrundlage für ihre Mitteilungen zu wählen und sicherzustellen, dass ihre Datenschutzhinweise und Werbepraxis konform sind.

7. Einwilligung zu Werbung, Analyse und Nachverfolgung

Perkstar unterstützt Kontrollen für Werbung, Analysen und Nachverfolgung, wenn diese Funktionen vom Unternehmen aktiviert werden.

Dazu gehören Integrationen und Ereignisse, die mit Analysewerkzeugen, Werbeplattformen und Systemen zur Kundennachverfolgung verbunden sind.

Perkstar behandelt Werbung und Analyse-Nachverfolgung getrennt vom grundlegenden Betrieb einer Treuekarte.

Kunden werden keinen Werbezielgruppen, Zählpixeln oder Wiederansprache-Abläufen hinzugefügt, sofern nicht die richtige Rechtsgrundlage oder Einwilligung vorliegt.

Unternehmen, die diese Funktionen nutzen, bleiben dafür verantwortlich, sicherzustellen, dass ihre Nachverfolgungs-, Analyse- und Werbeaktivitäten den geltenden Datenschutz-, Cookie- und Gesetzen zur elektronischen Werbung entsprechen.

8. Importierte Kundendaten

Wenn ein Unternehmen Kundendaten in Perkstar importiert, bleibt das Unternehmen dafür verantwortlich, sicherzustellen, dass die Daten rechtmäßig erhoben wurden.

Dazu gehören Kundendaten, die importiert werden aus:

  • Tabellenkalkulationen

  • früheren Treueanbietern

  • POS-Systemen

  • Buchungssystemen

  • Plattformen für elektronischen Handel

  • CRM-Systemen

  • manuellen Kundenlisten

  • Anmeldeformularen außerhalb des Internets

Vor dem Import sollten Unternehmen bestätigen, dass sie über eine geeignete Rechtsgrundlage und, soweit erforderlich, eine gültige Einwilligung für Werbung verfügen.

Perkstar schützt und verwaltet die Daten, sobald sie sich in der Plattform befinden; das Importieren von Daten in ein konformes System macht unrechtmäßig erhobene Daten jedoch nicht konform.

Unternehmen sind dafür verantwortlich, sicherzustellen, dass importierte Listen korrekt, rechtmäßig und für den beabsichtigten Zweck geeignet sind.

9. Rechte an Kundendaten

Kunden haben nach geltenden Datenschutzgesetzen Rechte an ihren personenbezogenen Daten.

Dazu gehören das Recht:

  • auf Auskunft über ihre personenbezogenen Daten

  • eine Kopie ihrer personenbezogenen Daten anzufordern

  • unrichtige Daten berichtigen zu lassen

  • Löschung oder Anonymisierung zu verlangen

  • bestimmte Verarbeitungen einzuschränken

  • bestimmten Verarbeitungen zu widersprechen

  • Einwilligungen zu widerrufen, wenn die Verarbeitung auf Einwilligung beruht

Perkstar stellt Werkzeuge und Abläufe bereit, die Unternehmen bei der Verwaltung von Anfragen zu Kundendaten helfen.

Das Unternehmen, das Perkstar nutzt, bleibt als Verantwortlicher für die Prüfung und Beantwortung von Kundenanfragen verantwortlich.

Perkstar unterstützt das Unternehmen bei der Bearbeitung dieser Anfragen, wenn die angeforderten Daten über die Perkstar-Plattform verarbeitet werden.

10. Interner Zugriff und Datenabfluss

Beim Datenschutz geht es nicht nur darum, externe Angriffe zu verhindern.

Kundendaten können auch durch schwache interne Kontrollen, übermäßige Berechtigungen für Mitarbeitende, nicht verwaltete Exporte, gemeinsam genutzte Anmeldedaten, Konten ehemaliger Mitarbeitender oder Unterstützungsnutzer offengelegt werden, die auf mehr Daten zugreifen, als sie benötigen.

Perkstar ist darauf ausgelegt, dieses Risiko durch kontrollierten Zugriff, rollenbasierte Berechtigungen, Prüfprotokolle und nachvollziehbare Aktivitäten von Mitarbeitenden zu verringern.

Dies hilft, das Risiko zu verringern von:

  • unnötigem Zugriff auf Kundendaten

  • versehentlicher Offenlegung

  • internem Missbrauch

  • unbefugten Exporten

  • weiterbestehendem Zugriff ehemaliger Mitarbeitender

  • gemeinsam genutzten Mitarbeiterkonten

  • Änderungen an Kundendatensätzen durch Mitarbeitende ohne Verantwortlichkeit

  • Administratoren, die auf mehr Daten zugreifen als erforderlich

  • Unterstützungszugriff ohne angemessene Kontrolle

  • Ansicht, Änderung oder Export von Kundendaten ohne klaren Nachweis

Unternehmen sollten internen Zugriff als Teil ihrer DSGVO-Risikobewertung behandeln, insbesondere wenn Mitarbeitende Kundenprofile ansehen, Daten exportieren, Nachrichten senden oder Kundendatensätze ändern können.

Der Zugriff von Mitarbeitenden sollte regelmäßig überprüft und entfernt werden, sobald er nicht mehr erforderlich ist.

Guter Datenschutz umfasst Berechtigungen, Kontrollen für Mitarbeitende, Prüfbarkeit und die Beschränkung des Zugriffs auf das Notwendige.

11. Sicherheitsmaßnahmen

Perkstar unterhält technische und organisatorische Maßnahmen zum Schutz personenbezogener Daten, die über die Plattform verarbeitet werden.

Dazu gehören:

  • kontrollierter Zugriff auf Kundendaten

  • rollenbasierte Zugriffskontrollen

  • Prüfprotokolle für wichtige Aktionen

  • sichere Plattformverwaltung

  • Beschränkungen des Datenzugriffs

  • Verwaltung von Berechtigungen für Mitarbeitende

  • betriebliche Überwachung

  • Prüfung von Dienstleistern und Unterauftragsverarbeitern

  • sicherheitsorientierte Entwicklungspraktiken

  • Verfahren zur Reaktion auf Vorfälle

Sicherheit ist Teil des Datenschutzes.

Eine Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten kann mehr umfassen als einen Cyberangriff. Sie kann auch versehentliche Offenlegung, unbefugten Zugriff, falsche Weitergabe, falsch konfigurierte Berechtigungen oder die Offenlegung von Kundendaten gegenüber der falschen Person umfassen.

12. Prüfprotokolle und Verantwortlichkeit

Perkstar unterstützt Verantwortlichkeit, indem Aufzeichnungen über wichtige Datenschutz-, Einwilligungs-, Kundenaktivitäts- und Verwaltungsaktionen geführt werden.

Diese Aufzeichnungen helfen Unternehmen zu verstehen:

  • wann ein Kunde einem Treueprogramm beigetreten ist

  • welche Einwilligungen oder Präferenzen erfasst wurden

  • wann Kundendaten aktualisiert wurden

  • wann wichtige Kundenaktionen stattgefunden haben

  • welche Mitarbeitenden bestimmte Aktionen ausgeführt haben

  • wie Anfragen zu Kundendaten bearbeitet wurden

  • welche Kommunikationspräferenzen angewendet wurden

  • wann Kundendaten exportiert wurden

  • wann wichtige Kundendatensätze geändert wurden

Prüfbarkeit ist wichtig, weil DSGVO-Konformität nicht nur bedeutet, Richtlinien zu haben.

Es geht auch darum, nachweisen zu können, wie Daten in der Praxis behandelt wurden.

13. Datenaufbewahrung und Anonymisierung

Kundendaten sollten nicht ohne gültigen Grund unbegrenzt aufbewahrt werden.

Perkstar unterstützt Abläufe zur Aufbewahrung und Anonymisierung, damit Unternehmen Kundendaten verantwortungsvoll verwalten können.

Aufbewahrungsentscheidungen hängen ab von:

  • der Art des Treueprogramms

  • den rechtlichen Pflichten des Unternehmens

  • der Aktivität des Kunden

  • ob der Kunde Löschung beantragt hat

  • ob das Unternehmenskonto aktiv oder gekündigt ist

  • ob die Daten für Prüfung, Betrugsprävention, Rechtsansprüche oder betriebliche Aufzeichnungen benötigt werden

Unternehmen bleiben dafür verantwortlich, angemessene Aufbewahrungsfristen für ihre eigenen Kundendaten festzulegen.

Wenn ein Kunde Löschung oder Anonymisierung verlangt, unterstützt Perkstar das Unternehmen dabei, diese Anfrage innerhalb der Plattform auszuführen, vorbehaltlich rechtlicher oder betrieblicher Aufbewahrungsanforderungen.

14. Unterauftragsverarbeiter und Dienstleister

Perkstar nutzt vertrauenswürdige Drittanbieter und Unterauftragsverarbeiter, um Teile der Plattform und zugehörige Dienste bereitzustellen.

Dazu gehören Anbieter für Bereitstellung, Speicherung, Kommunikation, Zahlungen, Analysen, Wallet-Pass-Funktionalität, Unterstützungswerkzeuge und andere betriebliche Dienste.

Perkstar prüft Dienstleister und Unterauftragsverarbeiter, die an der Verarbeitung personenbezogener Daten beteiligt sind.

Perkstar stellt Informationen über relevante Unterauftragsverarbeiter für Kunden bereit.

Unternehmen sollten den Auftragsverarbeitungsvertrag von Perkstar und die Informationen zu Unterauftragsverarbeitern prüfen, soweit anwendbar.

15. Risiko durch Plattformen unter fremder Marke und Wiederverkauf

Einige Treueanbieter besitzen oder kontrollieren die Software, die sie verkaufen, nicht.

Sie verkaufen die Plattform eines anderen Unternehmens weiter oder bieten sie unter ihrer eigenen Marke an. Das ist nicht automatisch falsch, muss aber transparent sein.

Wenn ein Treueanbieter im Hintergrund einen anderen Softwareanbieter nutzt, kann auch dieser zugrunde liegende Anbieter Kundendaten verarbeiten. Das bedeutet, dass ein zusätzlicher Auftragsverarbeiter oder Unterauftragsverarbeiter an der Verarbeitung personenbezogener Daten beteiligt sein kann.

Unternehmen sollten wissen, wer ihre Kundendaten tatsächlich verarbeitet.

Ein Anbieter sollte klar darlegen:

  • ob er die Plattform besitzt und kontrolliert

  • ob die Software unter fremder Marke bereitgestellt oder weiterverkauft wird

  • wer der zugrunde liegende Softwareanbieter ist

  • ob dieser Anbieter als Unterauftragsverarbeiter aufgeführt ist

  • wer Zugriff auf Kundendaten hat

  • wer Bereitstellung, Sicherheit und Infrastruktur kontrolliert

  • wer für Benachrichtigungen über Datenschutzverletzungen verantwortlich ist

  • wer Löschung, Export und Aufbewahrung bearbeitet

  • wie schnell Sicherheits- oder Konformitätsprobleme behoben werden können

  • was passiert, wenn die Wiederverkaufsbeziehung endet

Mangelnde Transparenz ist ein Warnzeichen.

Wenn ein Anbieter nicht klar erklären kann, wem die Software gehört, wer das System kontrolliert, wer auf die Daten zugreifen kann und wer rechtlich für die Verarbeitung verantwortlich ist, geht das Unternehmen ein unnötiges Risiko ein.

Perkstar agiert nicht als verborgener Wiederverkäufer unter fremder Marke. Perkstar wird als die Plattform entwickelt, betrieben und kontrolliert, mit der Unternehmen einen Vertrag schließen, damit wir direkte Verantwortung für die in dieser Richtlinie beschriebenen Kontrollen, Abläufe, Sicherheitsmaßnahmen und Konformitätsnachweise übernehmen können.

16. Auftragsverarbeitungsvertrag

Wenn Perkstar als Auftragsverarbeiter handelt, stellt Perkstar Kunden einen Auftragsverarbeitungsvertrag bereit.

Der Auftragsverarbeitungsvertrag erläutert die Verarbeitungsbeziehung zwischen dem Unternehmen und Perkstar, einschließlich:

  • des Gegenstands der Verarbeitung

  • der Dauer der Verarbeitung

  • der Art und des Zwecks der Verarbeitung

  • der Arten verarbeiteter personenbezogener Daten

  • der Kategorien betroffener Personen

  • der Verantwortlichkeiten jeder Partei

  • Regelungen zu Unterauftragsverarbeitern

  • Sicherheitspflichten

  • Unterstützung bei Anfragen zu Kundenrechten

  • Verantwortlichkeiten bei Benachrichtigungen über Datenschutzverletzungen

  • Pflichten zur Rückgabe, Löschung und Aufbewahrung von Daten

Unternehmen sollten den Auftragsverarbeitungsvertrag prüfen, bevor sie Perkstar zur Verarbeitung von Kundendaten nutzen.

17. Reaktion auf Verletzungen personenbezogener Daten

Perkstar unterhält Verfahren zur Identifizierung, Prüfung und Reaktion auf mögliche Verletzungen des Schutzes personenbezogener Daten.

Eine Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten umfasst:

  • unbefugten Zugriff auf Kundendaten

  • versehentliche Offenlegung

  • Datenverlust

  • falsche Weitergabe von Daten

  • falsch konfigurierte Berechtigungen

  • unbefugte Exporte

  • Offenlegung durch einen Dienstleister oder Unterauftragsverarbeiter

Wenn Perkstar von einer Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten erfährt, die Kundendaten betrifft, die im Auftrag eines Unternehmens verarbeitet werden, untersucht Perkstar den Vorfall, reagiert darauf und ergreift angemessene Abhilfemaßnahmen.

Soweit erforderlich, benachrichtigt Perkstar betroffene Unternehmen im Einklang mit seinen gesetzlichen und vertraglichen Pflichten.

Das Unternehmen ist als Verantwortlicher dafür zuständig zu beurteilen, ob der Vorfall einer Aufsichtsbehörde gemeldet oder betroffenen Personen mitgeteilt werden muss.

18. ICO-Registrierung und regulatorische Verantwortlichkeiten

Perkstar ist, soweit erforderlich, beim Information Commissioner's Office registriert und zahlt gegebenenfalls die Datenschutzgebühr des Vereinigten Königreichs.

Unternehmen, die Perkstar nutzen, sind ebenfalls dafür verantwortlich zu prüfen, ob sie sich aufgrund ihrer eigenen Verarbeitungstätigkeiten bei der ICO registrieren oder die Datenschutzgebühr zahlen müssen.

Perkstar behauptet nicht, von der ICO „genehmigt“ zu sein.

Die ICO genehmigt gewöhnliche SaaS-Anbieter im Allgemeinen nicht. Der richtige Maßstab ist, ob ein Anbieter angemessene Datenschutzpraktiken unterhält, die Datenschutzgebühr zahlt, soweit erforderlich, geeignete Dokumentation besitzt, einen Auftragsverarbeitungsvertrag bereitstellt und nachweisen kann, wie Kundendaten behandelt werden.

19. Verantwortlichkeiten der Kunden

Unternehmen, die Perkstar nutzen, sind für ihre eigene Einhaltung der geltenden Datenschutzgesetze verantwortlich.

Dazu gehört die Verantwortung für:

  • die Entscheidung, welche Kundendaten erhoben werden

  • die Festlegung der Rechtsgrundlage für die Verarbeitung

  • die Bereitstellung geeigneter Datenschutzhinweise

  • die Einholung gültiger Einwilligungen, soweit erforderlich

  • die Verwaltung von Werbeberechtigungen

  • die Bearbeitung von Kundenbeschwerden

  • die Beantwortung von Anfragen zu Kundendatenrechten

  • die Festlegung von Aufbewahrungsfristen

  • die Verwaltung des Zugriffs von Mitarbeitenden

  • die Sicherstellung, dass importierte Kundendaten rechtmäßig erhoben wurden

  • die Sicherstellung, dass Kampagnen den Werbegesetzen entsprechen

  • die Prüfung des Auftragsverarbeitungsvertrags

  • die Einholung rechtlicher Beratung, wo erforderlich

Perkstar stellt Werkzeuge und Abläufe bereit, um einen DSGVO-konformen Betrieb zu unterstützen, ersetzt jedoch nicht die eigenen rechtlichen Verantwortlichkeiten eines Unternehmens.

20. Was Perkstar nicht ersetzt

Perkstar stellt Werkzeuge, Kontrollen und Abläufe bereit, um einen verantwortungsvollen DSGVO-Betrieb zu unterstützen.

Perkstar ersetzt nicht:

  • die eigene Datenschutzerklärung eines Unternehmens

  • unabhängige Rechtsberatung

  • Entscheidungen zur Rechtsgrundlage

  • Entscheidungen über Werbung

  • interne Richtlinien für Mitarbeitende

  • interne Datenschutzschulungen

  • die eigenen Regeln eines Unternehmens für Kundenkommunikation

  • die Verantwortung des Unternehmens für importierte Daten

  • die Verantwortung des Unternehmens dafür, wie es Kundendaten nutzt

Unternehmen bleiben dafür verantwortlich, welche Daten sie erheben, welche Nachrichten sie senden, auf welche Rechtsgrundlage sie sich stützen, wie ihre Mitarbeitenden die Plattform nutzen und ob ihre eigenen Praktiken geltendem Recht entsprechen.

Perkstar stellt konformitätsorientierte Infrastruktur, Kontrollen und Abläufe bereit, um einen verantwortungsvollen Betrieb zu unterstützen; Software hebt die eigenen rechtlichen Verantwortlichkeiten des Unternehmens jedoch nicht auf.

21. Warum das wichtig ist

Wenn Kundendaten falsch behandelt werden, können die Folgen ernst sein.

Ein Unternehmen kann mit Kundenbeschwerden, Vertrauensverlust, regulatorischen Untersuchungen, Durchsetzungsmaßnahmen, Rechtskosten, Betriebsunterbrechungen und in schweren Fällen finanziellen Strafen konfrontiert werden.

Bei schweren DSGVO-Verstößen können Strafen erheblich sein. Das Risiko liegt nicht nur in der Höhe einer möglichen Geldbuße, sondern auch im Schaden, der entsteht, wenn nicht nachgewiesen werden kann, dass Kundendaten ordnungsgemäß behandelt wurden.

Deshalb sollten Unternehmen Treuesoftware nicht nur nach Funktionen oder Preis auswählen.

Sie sollten einen Anbieter wählen, der zeigen kann, wie Kundendaten geschützt werden.

22. Fragen an jeden Treueanbieter

Vor der Auswahl einer Treueplattform sollten Unternehmen fragen:

  • Stellen Sie einen Auftragsverarbeitungsvertrag bereit?

  • Können Sie Ihren aktuellen Auftragsverarbeitungsvertrag und Ihre Liste der Unterauftragsverarbeiter zeigen?

  • Sind Sie bei der ICO registriert, soweit erforderlich, oder befreit?

  • Wer sind Ihre Unterauftragsverarbeiter?

  • Wo werden Kundendaten gespeichert oder verarbeitet?

  • Wie wird die Einwilligung von Kunden aufgezeichnet?

  • Können Kunden ihre Einwilligung zu Werbung widerrufen?

  • Werden Einwilligungen für elektronische Post, SMS, Push-Nachrichten und Nachverfolgung getrennt?

  • Wie verhindern Sie, dass Mitarbeitende auf Daten zugreifen, die sie nicht benötigen?

  • Werden Aktionen von Mitarbeitenden und Exporte geprüft und protokolliert?

  • Kann der Zugriff ehemaliger Mitarbeitender schnell entfernt werden?

  • Wie behandeln Sie Auskunfts- oder Löschanfragen zu Kundendaten?

  • Wie lange werden Kundendaten aufbewahrt?

  • Was passiert, wenn ein Konto gekündigt wird?

  • Wie läuft Ihr Verfahren zur Reaktion auf Datenschutzverletzungen ab?

  • Können Sie Nachweise für diese Kontrollen bereitstellen?

  • Besitzen und kontrollieren Sie die Softwareplattform, oder wird sie von einem anderen Anbieter unter fremder Marke bereitgestellt?

  • Wenn sie unter fremder Marke bereitgestellt wird, wer ist der zugrunde liegende Softwareanbieter?

  • Ist der zugrunde liegende Anbieter als Unterauftragsverarbeiter aufgeführt?

  • Wer hat tatsächlich technischen Zugriff auf Kundendaten?

  • Wer ist für Sicherheitsbehebungen, die Reaktion auf Datenschutzverletzungen und Datenlöschung verantwortlich?

  • Können Sie Nachweise für die Kontrollen bereitstellen, die von der zugrunde liegenden Plattform betrieben werden?

Wenn ein Anbieter diese Fragen nicht klar beantworten kann, geht das Unternehmen ein unnötiges Risiko ein.

Ein seriöser Treueanbieter sollte zeigen können, wie Kundendaten geschützt werden, und es nicht nur behaupten.

23. Nachweise und Beleg der Konformität

Konformität ist mehr als eine Erklärung.

Ein verantwortungsvoller Treueanbieter sollte erklären und nachweisen können, wie er Kundendaten behandelt.

Perkstar führt Betriebsnachweise zu:

  • Einwilligungs- und Präferenzverwaltung

  • Abläufen für Rechte an Kundendaten

  • Zugriffskontrollen

  • Prüfprotokollen

  • Datenaufbewahrung und Anonymisierung

  • Prüfung von Dienstleistern und Unterauftragsverarbeitern

  • Verfahren zur Reaktion auf Datenschutzverletzungen

  • Verantwortlichkeiten des Auftragsverarbeiters

  • Sicherheitskontrollen der Plattform

  • datenschutzorientierter Produktgestaltung

Unternehmen sollten nicht einfach fragen, ob ein Anbieter DSGVO-konform ist.

Sie sollten fragen, wie der Anbieter dies nachweisen kann.

Perkstar wurde entwickelt, um diesen Nachweis zu unterstützen.

24. Überprüfung der Richtlinie

Perkstar überprüft und aktualisiert diese Richtlinie, um Änderungen an der Plattform, rechtlichen Anforderungen, betrieblichen Praktiken und Datenschutzleitlinien widerzuspiegeln.

Die jeweils aktuelle Version dieser Richtlinie gilt ab dem Datum, an dem sie veröffentlicht oder anderweitig bereitgestellt wird.

25. Wichtiger Hinweis

Diese Richtlinie erläutert Perkstars Ansatz zu DSGVO, Sicherheit und Schutz von Kundendaten.

Unternehmen, die Perkstar nutzen, bleiben für ihre eigene Datenschutzkonformität, Datenschutzhinweise, Entscheidungen zur Rechtsgrundlage, Werbepraxis und Behandlung von Kundendaten verantwortlich.

Diese Richtlinie ist allgemeine Information und keine Rechtsberatung. Unternehmen sollten unabhängige Rechtsberatung einholen, soweit erforderlich.

26. Nützliche Referenzen

Unternehmen finden die folgenden Ressourcen möglicherweise hilfreich: